Übergänge zwischen den Schulformen

Häufig ist es so, dass Schulen zwar Verträge mit Eltern abschließen, aber grundlegende Dinge oft nicht ausgesprochen werden.
So auch das Thema Kündigung des Schulvertrages.

Nach 12 Jahren Waldorfschule gab es für unsere große Tochter keine Möglichkeit mehr, an einer anderen Schule unterzukommen.

Gern stellen wir hier den entsprechenden Gesetzestext auf dem kurzen Weg zur Verfügung.
Die zuständigen Landesschulämter können hierzu auch ausführlich beraten.

Verordnung über die Übergänge zwischen den Schulformen in der Sekundarstufe I (Sek I-Üg-VO)

Verordnung_ueber_die_UEbergaenge_zwischen_den_Schulformen_in_der_Sekundarstufe_I

Hier speziell der Auszug für Kinder an Waldorfschulen:

§ 8 (Absatz 3+4 = Waldorfschule)
Wechsel zwischen Schulen in freier Trägerschaft und dem  öffentlichen Schulwesen

(1)  Ein  Wechsel  aus  dem  öffentlichen  Schulwesen  in  Schulen  in  freier  Trägerschaft  ist  zu jedem Zeitpunkt zulässig. Über die Aufnahme entscheidet die jeweilige Schule. Dabei gelten hinsichtlich  der  Leistungsanforderungen  für  Übergänge  aus  einer  Schulform  in  eine  andere Schulform in der Regel die jeweiligen Vorschriften für den Übergang zwischen diesen Schulformen entsprechend.

(2)  Ein Wechsel  von  Schulen  in  freier  Trägerschaft  in  das  öffentliche  Schulwesen  ist  zu  jedem Zeitpunkt zulässig. Dabei gelten hinsichtlich der Leistungsanforderungen für Übergänge aus einer Schulform in eine andere Schulform die jeweiligen Vorschriften für den Übergang zwischen  diesen  Schulformen  entsprechend.  Übergänge  aus  Waldorfschulen  unterliegen den Regelungen der Absätze 3 und 4.

(3) Ein Übergang aus Waldorfschulen in eine Grundschule oder Sekundarschule ist zu jedem Zeitpunkt  zulässig.  Über  die  Einstufung  in  den  zu  besuchenden  Schuljahrgang  und  in  den auf  den  Realschulabschluss  oder  den  auf  den  Hauptschulabschluss  bezogenenUnterricht entscheidet  die  Schulbehörde  unter  Berücksichtigung  der  erzielten  Leistungen  und  der  Ab-weichungen  der  bisherigen  Ausbildung  von  der  in  der  Sekundarschule.  Von  der  Waldorfschule  sind  dazu  die  Bewertungen  der  Fächer  in  Noten  auszuweisen  und  eine Empfehlung abzugeben.

(4)  Ein  Übergang  aus Waldorfschulen  in  das  Gymnasium  ist  zulässig,  wenn  die  Einstufung durch die Schulbehörde in die fünften, sechsten oder siebten Schuljahrgänge erfolgen kann.
Voraussetzung ist die Erfüllung der Anforderungen gemäß § 3 Abs. 2 Nr. 1. Über die Einstufung in den zu besuchenden Schuljahrgang entscheidet die Schulbehörde unter Berücksichtigung der erzielten Leistungen und der Abweichungen der bisherigen Ausbildung von der im Gymnasium. Von der Waldorfschule sind dazu die Bewertungen der Fächer in Noten auszuweisen und eine Empfehlung abzugeben.